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Die Ochseninseln in der Flensburger Förde

Diese Perle in der Flensburger Förde ist ganz bestimmt einen Besuch für die ganze Familie wert. Ein Kultur- und Naturerbe mit seinem ganz eigenen Charme. 
 
Info´s:   www.ochseninseln.de

Der Fährfahrplan von Sønderhav zur Grossen Ochseninsel:
In der Hauptsaison: Täglich zwischen 11 und 18 Uhr zu jeder vollen Stunde ( Montag Ruhetag )
In der Vor- und Nachsaison: Samstag und Sonntag zwischen 11 und 18 Uhr zu jeder vollen Stunde
Gruppen ab 10 Personen können ausserhalb der genannten Zeiten die Fähre bestellen.
Der kleine Krug auf der Insel "Øens Kro”: Tlf.: 0045 74 67 87 66 oder Mail: info@storeokseoe.dk

Die Geschichte der Ochseninseln:
Im Frühjahr 2004 wurde die Grosse Ochseninsel neu verpachtet und neues Leben kam auf die kleine Dänische Insel. Der „Øens Kro“ bietet ein umfangsreiches kulinarisches Angebot und ist auch im Winter geöffnet. Durch das ganzes Jahr werden Kultur- und Inselevents wie Livemusik, traditionelle saisonale Essen und Feste, wie z.B. das Sankt Hans Fest angeboten. Das alte Reetdachhaus wurde restauriert und beherbergt heute u.a. eine kleine Galerie. Der Werftbetrieb wurde wieder aufgenommen, vorläufig als eine Reparaturwerkstatt für historische Schiffe und Segelyachten. Die Landwirtschaft gehört zu dem Profil der Insel und soll mit alten, vom aussterben bedrohten Haustierrassen wie z.B. dem Gotlandschafe betrieben werden. Der Campingplatz der Grossen Ochseninsel gehört zu den kleinsten und schönsten in Dänemark. Kommen Sie mit eigenem Schiff/Boot, so stehen Ihnen Gastliegeplätze bereit.
Die Geschichte der Inseln:
Erstmals wurden die Ochseninseln in König Valdemars Grundbuch im Jahr 1231 erwähnt, wo sie als „Oxenör minor et major“ geführt wurden. Zu diesem Zeitpunkt waren grosse Flächen Sønderjytlands von Wäldern bedeckt, während die Inseln wahrscheinlich als Viehweiden genutzt wurden. Daher stammt wohl auch der Name „Ochseninseln“. Man weiss, dass der Viehbestand von Schloss Duborg in Flensburg im Jahre 1411 dort geweidet hat. 1564 wurden die Inseln und das Gebiet um das Ruder Kloster bei Glücksburg, dem Herzog Hans dem Jüngeren zugeschrieben. Um 1540 verliessen die Mönche das Kloster, aber es befand sich immer noch eine Bewirtung dort. Die Stadt Rude hatte zu diesem Zeitpunkt 200 Einwohner, während die Ochseninseln immer noch unbewohnt waren.
Die Geschichte erwähnt als erste, ständig wohnhafte Person auf der Insel einen Mann namens Claus. Er liess sich um 1500 dort nieder und man weiss nur wenig über ihn. Ein vermeintlicher Urenkel, der auch Claus hiess, soll im Jahre 1664 einen Sohn bekommen haben. Er wurde in der Kirche von Holbøl auf den Namen Peter getauft.
Funde aus der Steinzeit belegen jedoch, dass schon lange Zeit vorher Menschen auf den Inseln gelebt haben müssen.

Die kleine Ochseninsel
Um die Zeit 1800 wurde auf der kleinen Ochseninsel eine Gastwirtschaft errichtet, sie hatte aber nur im Sommer geöffnet. Am 13. November 1872 wurde die Insel von einer grossen Sturmflut heimgesucht. Alle Gebäude wurden zerstört, und die Gastwirtschaft wurde zwangsversteigert. Die Insel war nun ständigen Veränderungen ausgesetzt bis sie im Februar 1881 an den Rechtsanwalt und Notar Emil Ebsen aus Flensburg verkauft wurde. Er wollte dort sein Sommerdomizil errichten und gestaltete die Insel zu einem grossen Park um. Er legte Wege an und liess Bänke sowie grosse Vasen und Skulpturen aus der Antike aufstellen. 1919 erwarb Rigmor Bardram Mayer die Insel und behielt sie bis 1933 in ihrem Besitz. Danach verkaufte sie die kleine Ochseninsel an den dänischen Staat. 1963 kaufte Kopenhagens Lehrervereinigung die Insel und betreibt dort seitdem ein Schullandheim. Der Park ist verschwunden und die Insel ist heute ziemlich verwildert. 
 

Die grosse Ochseninsel
Bis zur Sturmflut im November 1872 ernährte man sich hier von der Landwirtschaft, der Fischerei und vom Bootsbau. Nach der Schliessung der Gastwirtschaft auf der kleinen Ochseninsel bot sich nun die Gelegenheit zu einer neuen Beschäftigung an. Vieles deutet darauf hin, dass bereits um 1700 auf der grossen Ochseninsel Bootsbau betrieben wurde. 1830 wurde die Insel von Gut „Frueskov“, das östlich von Sønderhav liegt, gekauft.
1845 kaufte der Bootsbauer Lorenz Issack die Insel; so hatte sie im Laufe der Zeit viele Eigentümer. 1982 wurde die Insel von der Familie Issack verkauft und nun ist das Besitzrecht an die staatliche Wald- und Naturverwaltung.
Die grosse Ochseninsel besteht heute aus einer offenen Landschaft von ca. 7 ½ ha. Es wird wieder Vieh auf ihr geweidet. Rund um den Höhenzug ist ein Wanderweg angelegt worden, sein höchster Punkt liegt 18 m ü.n.N. Im Süden und im Osten gibt es steile Lehmhänge, die ungeschützt der Brandung ausgesetzt sind. Im Nordosten wurde Küstenschutz betrieben, er soll die flache Nordseite vor dem Wetter beschützen. Der Strand ist steinig und es gibt die Möglichkeit dort versteinerte Seeigel und andere Versteinerungen zu finden. Weiterhin kan man Wurmröhren-Sandsteine finden, die während der letzten Eiszeit von der Südküste Schwedens hierher gekommen sind. Auf der Insel brüten viele Vogelarten, u.a. Regenpfeifer, Möwen, Enten und Schwäne.
Sein Sie bitte beim Wandern auf der Insel vorsichtig. Schnell zertritt man die Eier der am Strand brütenden Vögel, weil man sie zwischen den Steinen nur sehr schwer entdecken kann.

 

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